Wie können wir glücklicher werden?

Eine der wichtigsten Einsichten aus der Glücksforschung lautet, dass Glück und Lebensqualität multidimensional sind und es viele Einflussfaktoren gibt. Die Persönlichkeit (Charaktereigenschaften), der Lebensstandard, das eigene Verhalten, Aktivitäten und kulturelle Normen und Werte haben sich u.a. als einflussreich erwiesen. Im Folgenden gibt es nun eine kurze Auflistung der wichtigsten Faktoren. Dabei sollte allerdings berücksichtigt werden, dass die meisten Studien in den sogenannten westlichen Industrie- und Wissensgesellschaften durchgeführt wurden. Daher können die Ergebnisse nicht pauschal weltweit verwendet und in allen Kulturen generalisierend benutzt werden.

Persönlichkeit (Charaktereigenschaften)
Die wissenschaftliche Forschung zeichnet ein eindeutiges Bild für die Bewohner von reicheren Ländern, wonach die Persönlichkeitsmerkmale und -eigenschaften bei weitem der wichtigste Punkt zum Glücklichsein sind. Unsere Persönlichkeit beeinflusst wie wir denken, fühlen und handeln. Zwei Persönlichkeitsmerkmale haben sich als sehr förderlich fürs persönliche Glück erwiesen: Emotionale Stabilität (Neurotizismus) und Extraversion (offene Haltung)1. Durch emotionale Stabilität empfindet ein Mensch nur selten Sorgen, erholt sich schneller von eventuellen Rückschlägen und negativen Erfahrungen und kann insgesamt optimistischer in die Zukunft blicken. Extrovertierte Menschen zeichnen sich durch eine offene, neugierige Haltung und Aktivität aus, insbesondere durch soziale Interaktivität mit anderen. All diese Eigenschaften machen sie zu zufriedeneren und glücklicheren Menschen. Personen, die sich selbst als freundlich, aufgeschlossen und zielorientiert empfinden sind ebenso ein bißchen glücklicher als der Durchschnitt2. In vielen Studien werden die Unterschiede zwischen den Menschen auf 40-50 % durch ihre genetische Veranlagung geschätzt. Trotz dieser partiell schon vor der Geburt erworbenen Veranlagungen zeigen Forschungen, dass sich durch verschiedene Arten des Lebenswandels und Lebensereignisse die Gene und die Persönlichkeit verändern können. Frauen werden bspw. zumeist emotional stabiler je älter sie werden3(http://informahealthcare.com/doi/abs/10.3109/00048678709158917[/fn">http://informahealthcare.com/doi/abs/10.3109/00048678709158917(http://informahealthcare.com/doi/abs/10.3109/00048678709158917[/fn)].

Genetik und biographische Faktoren (einschneidende Lebensereignisse)
„Neuropsychologische Untersuchungen belegen, dass sich die funktionale Dominanz der rechten oder der linken Seite des Stirnhirns auf vielfältige Weise in typischen Verhaltensweisen widerspiegelt“4. Weitergehend beschreibt Leiber, dass eine ausgeprägte Nutzung der rechten Stirnhirnhälfte eher negative Gefühle und sogar eine Anfälligkeit für psychische Krankheiten wie Depressionen evoziert, während eine permanent stärkere Aktivierung der linken Hirnhälfte vermehrt zu positiven Gefühlen, Offenheit und Vertrauen führt5. Es wird nach heutigem Forschungsstand angenommen, dass diese distinktiven Persönlichkeitsmerkmale wie z.B. Offenheit genetischer Natur sind und durch Vererbung weitergegeben werden können. Wer also eine genetische Veranlagung zu emotionaler Stabilität6 und dazu eine offene Persönlichkeitshaltung (Extraversion) aufweist und auslebt, der berichtet mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in Untersuchungen eine höhere Lebenszufriedenheit, als derjenige, der diese Eigenschaften nicht aufweist7.
„Lykken stellt also eine Prägung durch Vererbung fest, doch er hält sie für veränderbar – durch entsprechendes Verhalten und Lernen“8. Damit rekurriert er indirekt auf die Hebb’sche Lernregel, die besagt, dass Emotionsgewohnheiten erlernbar sind. Durch Training wie z.B. Achtsamkeits- und Entspannungstraining können vermehrt negative emotionale Muster und Verhaltensweisen erkannt, abtrainiert und durch positive Gefühle ersetzt werden. Die Genetik spielt also im Kindesalter eine große Rolle und nimmt dann zunehmend ab. Daher können genaue statistische Prozentwerte, wieviel Einfluss die Genetik auf die jeweilige Glücksfähigkeit hat, nicht pauschal erstellt werden.

Psychographische Faktoren und Sinnfindung
Auch der bekannte Psychiater Viktor E. Frankl – berühmt für seinen psychoanalytischen Ansatz der Logotherapie – untersuchte die Sinnsuche der Individuen und nannte dies Selbsttranszendenz, was er bei positivem Ergebnis der Sinnsuche mit Glückserfahrungen in Verbindung brachte. Ähnlich zu Maslow geht es in seinem Konzept letztlich auch um Selbstverwirklichung bzw. sich selbst Ziele zu setzen und einen Lebenssinn zu (er-)finden, aber unter Inklusion von ethisch-moralischen Maßstäben bei der Definierung und Erreichung der teleologischen Prozesse. Persönliche (Lebens-)Ziele geben dem Leben einen Sinn bzw. einen erstrebenswerten Inhalt und machen es erst möglich Lebenswege zu planen und sein Leben zu organisieren. Unsere Hoffnungen, Wünsche und Gedanken richten sich nach den Zielen aus und schaffen so einen Sinn9. „Happiness and life satisfaction, two spheres of subjective experience of concern to psychologists articulating a vision of the good life, are influenced in deep ways by the goals that people are committed to“10. Demnach kann davon ausgegangen werden, dass ein Leben ohne (Lebens-)Ziele potenziell viel häufiger als sinnlos und negativ empfunden wird11. Dabei werden die Ziele und die Zielerreichungserwartung teils aber auch negativ empfunden, wenn die Erwartungshaltung mit einer negativen momentanen Wahrnehmung einhergeht und die Person hauptsächlich mehr materielle Faktoren wie ein höheres Einkommen und einen besseren Job in der Zukunft erhoffen und mehr Bildung und eine bessere psychische Verfassung. Wenn allerdings die Ziele und Erwartungshaltungen mit sozialen Beziehungen, neuen Charaktereigenschaften und der körperlichen Gesundheit in Verbindung stehen, so werden sie schon in der Gegenwart als glücksfördernd empfunden 12. All diesen Selbstverwirklichungsmodellen liegt ein Erkenntnisgewinn zugrunde und damit letztlich auch ein Zugewinn an Selbstbewusstsein im doppelten Sinne zugleich – als sich selber besser verstehen (Kognition) und als selbstsichereres Auftreten (sich selbst positiver wahrnehmend). Es bedarf also eines gewissen Levels an Selbstreflexion. Für ein „biographisch entwickeltes Lebensglück“13, d.h. persönliche Charaktermerkmale, Gewohnheiten und Verhaltensweisen bedarf es erworbener, positiver Erfahrungen, einer daraus folgenden positiven Grundhaltung und Zufriedenheit bzgl. des eigenen Lebens und Erlebens von neuen Erfahrungen, einer nicht-egoistischen Lebensweise und letztlich aus diesen drei Faktoren eine automatisch erhöhte Wahrscheinlichkeit für weiteres Glückserleben. Letztlich lässt sich als wichtigste Eigenschaft wahrscheinlich das Selbstvertrauen daraus extrahieren14, aber andere Faktoren wie Optimismus und positives Denken (wie es auch Ed Diener und Martin Seligman bspw. schreiben) sind ebenfalls entscheidene Teilaspekte dieser Persönlichkeitsmerkmale.

Eigene Wahrnehmung (Kognitions-Faktoren)
Die eigene Wahrnehmung bestimmt die gefühlte Lebensqualität stark, bspw. durch sozialen Vergleich mit Freunden oder den Nachbarn, aber auch durch die Einschätzung bzgl. des Erreichens der eigenen Ziele und Anpassung an die eigenen Lebensumstände (ebenso Wahrnehmung). Manche Forscher wie Ruut Veenhoven gewichten die affektiven Faktoren jedoch stärker, da sich diese besser empirisch nachweisen lassen und die Wahrnehmungsforschung bisher noch nicht klären konnte, warum in verschiedenen Kulturen unterschiedliche Wahrnehmungen und Wertungen bzgl. eines guten Lebens existieren15. Zur Entfaltung des eigenen Potenzials gibt es überwiegend nur Tests aus dem Coachingbereich, die in der Psychologie noch keine große Rolle spielen. Allgemein anerkannt sind aber Tests zu den Persönlichkeitsmerkmalen. Sehr förderlich für positive Zustände und Wahrnehmungen vom eigenen Leben sind emotionale Stabilität (Neurotizismus), Offenheit und extrovertiertes Verhalten (Extraversion)16. Menschen mit Extraversion sind öfters aktiv in ihrer Freizeit und zeichnen sich durch eine hohe Rate an sozialer Interaktivität mit ihren Freunden und Mitmenschen aus. Die Charaktereigenschaft emotionale Stabilität kann einen Menschen routinierter und weniger negativ tangierend mit Rückschlägen, schlechten Erfahrungen und den allgemeinen Widrigkeiten des Lebens umgehen lassen. Intelligenz oder rhetorische Fähigkeiten haben allerdings nachgewiesenermaßen keinen Einfluss.
Neurotisches Verhalten ist jedoch kontraproduktiv für subjektives Glücksempfinden. Es kann durch kindliche Traumata oder posttraumatische Störungen nach extremen Erlebnissen wie Krieg oder blutigen Unfällen ausgelöst werden, aber selbst dauerhafter Stress kann schon ernsthafte somatische oder gar psychische Störungen evozieren. „People under stress are more susceptible to illness, depression, anxiety, low self-confidence, and dissatisfaction than people not experiencing stress. Along with symptoms of depression, stress is the best predictor of low evaluations of quality of life“17. Stress kann nicht nur durch fehlendes Zeitmanagement oder Überarbeitung, schlechte Familienverhältnisse oder psychischen Druck entstehen, sondern auch durch ein schlechtes Gewissen evoziert werden durch die Selbst- als auch Fremdwahrnehmung des eigenen Fehlverhaltens, zumeist auf sittlich-moralischer Ebene. Denn jeder Mensch unterliegt dem Druck der sozialen Norm bzw. den gesellschaftlich vorherrschenden allgemeinen Moralvorstellungen in seiner Lebensregion und den dort herrschenden unausgesprochenen Gesetzen ebenso wie den schriftlich fixierten.

„Eine wichtige Dimension von Lebensqualität ist die Einschätzung der persönlichen Zukunft, die von Resignation bis Optimismus reichen kann und die Wahrnehmung der momentanen Situation sowie Handlungsweisen beeinflusst“18(http://www.psychologicalscience.org/pdf/pspi/pspi5_1.pdf[/fn">http://www.psychologicalscience.org/pdf/pspi/pspi5_1.pdf(http://www.psychologicalscience.org/pdf/pspi/pspi5_1.pdf[/fn)]. Daher sollte die allgemeine Lebenszufriedenheit zudem in Korrelation mit der Wahrnehmung der Vergangenheit und den aktuellen Ansichten über die Zukunft gemessen werden, bspw. vor fünf Jahren und in fünf Jahren19.

Gesundheit
In vielen Studien wurde bereits bewiesen, dass es einen großen Zusammenhang gibt zwischen der individuellen Gesundheit und dem eigenen Wohlbefinden bzw. dem Glücksempfinden. Einige Wissenschaftler nehmen daher an, dass die Gesundheit eines Menschen der zweitwichtigste Einflussfaktor für das individuelle Glückslevel ist. Allerdings werden subjektive Befragungen darüber wiederum vom momentanen Gefühlsstatus und der eher optimistischen oder eher pessimistischen Grundhaltung beeinflusst, sodass sie nicht frei von den Umständen und rein 'objektiv' seien können20(http://cat.inist.fr/?aModele=afficheN&cpsidt=16623766[/fn">http://cat.inist.fr/?aModele=afficheN&cpsidt=16623766(http://cat.inist.fr/?aModele=afficheN&cpsidt=16623766[/fn)]. Zudem wurde bereits wissenschaftlich gezeigt (Set-point Theorie), dass Menschen sich recht schnell an leichte körperliche Einschränkungen und chronische Krankheiten anpassen können. Dies gilt allerdings nicht für psychische Krankheiten, die ihrerseits wiederum stets stark negative Auswirkungen auf das Gesundheitsbefinden, das persönliche Glück und die Lebensqualität haben21.

Geschlecht und Alter
Der Zusammenhang zwischen dem Lebensalter und dem Glücksempfinden sind nur schwach, dafür aber U-förmig, d.h. ab Mitte Zwanzig nimmt vermutlich wegen der Zunahme der Verantwortung für das eigene Leben und dem steigenden Arbeitsstress das Glück ab und erst ab Mitte Vierzig durchschnittlich wieder langsam zu2223.

Frauen und Männer sind in den meisten Ländern etwa gleich zufrieden mit ihrem Leben24. In einigen Studien aber sind die Durchschnittswerte der Frauen leicht geringer als die der Männer25. Das kann daran liegen, dass Frauen häufiger negative Gefühlszustände aufweisen und Symptomatiken einer Depression verspüren. Frühere Forschungen zeigen auf, dass deren Anfälligkeit nicht durch sozioökonomische Faktoren zu erklären sind26. Wahrscheinlich können die Unterschiede auf die partiell verschiedenartigen biologischen Abläufe und Hormonhaushalte bei Männern und Frauen oder auch die gesellschaftlich unterschiedlich zugeschriebenen Rollenmuster zurückgeführt werden27. Allerdings wurde keine dieser Thesen bisher bestätigt.

Lebensumstände
Forschungen zeigen, dass in einem Land die Verteilung der Güter und der Lebensstandard ca. für 10-15% der Glücksempfindungen eine Rolle spielt28. Das scheint vergleichsweise wenig zu sein, dafür gibt es aber mehrere Gründe. So haben die meisten Menschen in der sogenannten westlichen Welt schon längst finanziell ausreichende Lebensumstände sichergestellt bzw. einen ausreichenden Lebensstandard erreicht, der nicht durch noch mehr Güter und Geld qualitativ verbessert werden kann. Dies kann einfach an Hand der bekannten Theorie der Bedürfnispyramide vom Psychologen Maslow verdeutlicht werden: Der Wunsch nach Selbstverwirklichung zum Beispiel kommt erst auf, wenn die anderen grundlegenden Bedürfnisse (materieller und sozialer Art) schon befriedigt sind29. Ein weiterer Grund ist die schnelle Anpassung des Menschen an neue Lebensumstände, d.h. wenn unser Lebensstandard steigt, dann steigen dementsprechend auch unsere Erwartungen und Bedürfnisse. Dies haben Nachforschungen ergeben, die gezeigt haben, dass das ein normales Verhalten ist30. Dazu kommt noch die Tatsache, dass Menschen, die sich in allgemein sehr guten materiellen Lebensumständen befinden eher nicht dazu tendieren ihre Zeit mit Aktivitäten zu verbringen, die sie glücklicher machen könnten31. In den USA bspw. verbringen viele Menschen mit einem hohen oder sehr hohen Einkommen ihre meiste Zeit mit Arbeiten und Hin- und Herpendeln im Berufsverkehr im Gegensatz zu denen, die weniger verdienen. Für alle gilt aber, dass viel arbeiten und die Pendelei mit Gefühlen von Unzufriedenheit einhergehen bzw. nicht als glücksmehrende Zustände empfunden werden.

Sozioökonomische Faktoren
Von allen sozioökonomischen Faktoren besitzt Arbeitslosigkeit den größten negativen Effekt. Sie führt zu einer geringeren Lebenszufriedenheit, was ohne Ausnahme gilt32. Der negative Effekt besteht nicht nur wegen des niedrigen oder nicht vorhandenen Einkommens, sondern eher sogar noch wegen der gefühlen Sinnlosigkeit des Daseins ohne einen geregelten Tagesablauf und eine Arbeit, die sinnstiftend wirkt. Zudem wirkt sich Arbeitslosigkeit auch negativ auf das Selbstwertgefühl und das eigene soziale Umfeld bzw. Netzwerk aus33(http://ideas.repec.org/b/mtp/titles/0262062771.html[/fn">http://ideas.repec.org/b/mtp/titles/0262062771.html(http://ideas.repec.org/b/mtp/titles/0262062771.html[/fn)]. Wahrscheinlich sind die Auswirkungen auf die Lebenszufriedenheit stärker als auf das gesundheitliche Wohlbefinden34 35. Eine Erklärung dafür ist, dass die Menschen normalerweise nicht alle Faktoren und Umstände, soziale Normen und Werte und die Erwartungshaltungen spontan bei einer Befragung zu ihrem prsönlichen Glückslevel überblicken und detailliert wiedergeben können. Eine wissenschaftliche Untersuchung fand einen stärkeren negativen Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und der Lebenszufriedenheit in den Regionen, wo eine hohe Arbeitsmoral und Geschäftigkeit vorherrschend war36.

Besserverdienende und Personen mit einem hohen Einkommen scheinen durchschnittlich ein wenig glücklicher zu sein, als die Menschen mit einem niedrigen Einkommen. Trotzdem kann festgestellt werden, dass diese Verknüpfung mit zunehmendem Einkommen eher abnimmt37. Das lässt sich ebenso mit dem abnehmenden Grenznutzen und der schon erfolgten Bedürfnisbefriedigung erklären. Zudem hängt das Einkommen eher mit der Lebenszufriedenheit zusammen, als mit dem Wohlbefinden38. Wie schon bei der Arbeitslosigkeit gezeigt, hängen unsere Zufriedenheit und ein wenig auch unsere situativ-affektiv-empfundenen Gefühle von unseren materiellen Lebensbedingungen und unserer Gesundheit ab. Aber bringt ein höheres Einkommen automatisch mehr Glück oder verdienen wir am Ende mehr, weil wir schon sehr glücklich sind? Die Verbindung geht in beide Richtungen, beides stimmt also. Forscher haben in einer Langzeitstudie herausgefunden, dass Menschen, die in früheren Jahren glücklich oder sehr glücklich waren, später auch durchschnittlich mehr Geld verdient haben39. Dabei wirkt beim Einkommenseffekt auf die Zufriedenheit nicht nur der soziale Vergleich, sondern wahrscheinlich auch die Art und Weise, wie das verdiente Geld ausgegeben wird. Eine große Studie in den USA hat allerdings keinen signifikanten Zusammenhang zwischen dem persönlichen Konsum und dem eigenen Glückslevel zum Vorschein gebracht40. Trotzdem wurde schon vorher nachgewiesen, dass einige Arten Geld auszugeben in der Tat glücksmehrend seien können, vornehmlich wenn es für Freunde und wohltätige Zwecke ausgegeben wurde.

Generell wird allzu oft – wie bereits geschildert – das Gleichnis aufgemacht, dass mehr Einkommen gleich mehr Glück bedeutet, denn der Schluss, dass die Menschen sich mit mehr Geld mehr Produkte und Dienstleistungen kaufen können, die ihr individuelles Glückslevel erhöhen, liegt nahe. Verstärkt wird dieser Effekt natürlich noch durch Teile der mainstreammedialen Berichterstattung über die ‚Reichen und Schönen’, die somit den sozialen Vergleich anheizen, und nahelegen, dass doch jeder, um Glück zu erfahren ein teures Auto, ein großes Haus, diverse Schönheits-Ops, etc. benötigt. Eine neuere Studie von E. Diener und S. Oishi auf Grundlage der World Values Surveys berichtet ebenso wie die Forschungen von Easterlin, dass es nur einen geringen Zusammenhang zwischen Einkommen und subjektiver Zufriedenheit gibt41. „Die Ergebnisse darauf aufbauender multivariater Analysen stützen folgende Behauptungen (Glatzer 1988): Die Einkommenshöhe hat einen gewissen Einfluß auf die Einkommenszufriedenheit, aber die wahrgenommene relative Einkommensposition in der Einkommensschichtung ist für die Einkommenszufriedenheit von größerer Bedeutung“ (Glatzer, 1992, S. 61) – siehe auch soziologische Forschungen zu subjektiver Schichteinstufung42. Doch selbst wenn man in der gesellschaftlichen Vergleichspyramide ganz oben steht, was das Einkommen betrifft, muss das nicht zwangsläufig mit einem besseren Lebensgefühl einhergehen, so befand es eine Studie der London School of Economics, die darlegte, dass die Rate der Depressiven und Selbstmörder unter den Besserverdienenden höher liegt als bei anderen Gesellschaftsgruppen.

Wie steht es aber um den Zusammenhang von Glück und Bildung? In den meisten Ländern gibt es eine Verbindung zwischen Glück und dem (Aus-)Bildungslevel, sie ist aber nur sehr schwach nachweisbar und basiert meistens auf der Tatsache, dass Menschen mit einem hohen Bildungsgrad als Folge auch ein eher höheres Einkommenslevel ereichen28.

Soziale Beziehungen
Soziale Beziehungen spielen eine Hauptrolle in unserem Glücksempfinden. In einer Studie über sehr glückliche Menschen fanden die Psychologen Seligman und Diener heraus, dass für diese Leute die sozialen Bindungen der wichtigste Faktor war43. Unser Wohlbefinden steigt an wenn wir Zeit mit unseren Freunden verbringen, sowohl bei den introvertierten Menschen, als auch bei den Extrovertierten44. Liebesbeziehungen spielen darüber hinaus noch eine weitere wichtige Rolle. Verheiratete und Personen mit einem festen Lebenspartner sind zumeist glücklicher als Singles28. Aber auch hier spielt der Umkehreffekt eine Rolle, denn glücklichere Menschen finden eher einen Lebenspartner und eine gute Beziehung30.

Freizeitaktivitäten
Menschen, die während ihrer Freizeit aktiv sind, sind tendenziell glücklicher als Menschen, die ihre Zeit eher passiv verbringen28. Desweiteren ist festgestellt worden, dass Menschen, die ehrenamtlich arbeiten und gemeinnützige Dinge verrichten glücklicher sind als der Durchschnitt33(http://ideas.repec.org/b/mtp/titles/0262062771.html[/fn">http://ideas.repec.org/b/mtp/titles/0262062771.html(http://ideas.repec.org/b/mtp/titles/0262062771.html[/fn)]. Dem entgegengesetzt wurde bewiesen, dass Personen, die viel Zeit auf Fernsehkonsum verwenden, eher unterdurchschnittlich glücklich sind. Sport, soziale Interaktionen und Sex wiederum fördern das empfundene Glück45. Der Better Life Index der OECD46(http://www.keepeek.com/Digital-Asset-Management/oecd/economics/how-s-life_9789264121164-en[/fn">http://www.keepeek.com/Digital-Asset-Management/oecd/economics/how-s-life_9789264121164-en(http://www.keepeek.com/Digital-Asset-Management/oecd/economics/how-s-life_9789264121164-en[/fn)] beinhaltet u.a. eine Messung der Zeitkontingente, die täglich für Entspannung (inkl. Schlafen), Essen und Freizeitaktivitäten zur Verfügung stehen (d.h. Zeit für Hobbies, Freizeitaktivitäten also im Prinzip Work-Life-Balance. Wenn nicht genügend Zeit vorhanden ist, um sich gesund zu ernähren, ausreichend zu schlafen und Entspannung zu finden (zu regenerieren), können gesundheitliche Störungen und Probleme die Folge sein, die dann wiederum zur Beeinträchtigung der Lebensqualität führen.

Faktoren des Glaubens (Religiösität)
Zumeist gehen mit Glaubensbekenntnissen und Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft verstärkt optimistische Gefühle, soziale Aktivitäten und weniger Stress einher. Daher verwundert es auch nicht, dass mit mehreren Studien herausgefunden wurde, dass Religiösität im Durchschnitt die Lebenszufriedenheit leicht erhöht47(http://www.psychologicalscience.org/pdf/pspi/pspi5_1.pdf[/fn">http://www.psychologicalscience.org/pdf/pspi/pspi5_1.pdf(http://www.psychologicalscience.org/pdf/pspi/pspi5_1.pdf[/fn)]. Es wird angenommen, dass dadurch in der Wahrnehmung der Gläubigen ebenfalls der Einfluss negativer Lebensumstände leicht abgemildert werden kann. Zudem steigt mit einem Glauben die Zuversicht sein eigenes Leben besser kontrollieren zu können, aufgrund der moralischen Verhaltensregeln der Religion gewinnen die Individuen oft Gewissheit bzgl. des eigenen Verhaltens, ebenso Sicherheit durch die Zugehörigkeit zu einer (Glaubens)-Gruppe (siehe sozialpsychologische Gruppendynamiken), und es fällt zudem leichter einen eigenen Lebenssinn zu kreieren. In einer Studie von König et al. (2001, S. 111) zitierten Studie von Kosmin et al.48 wurde festgestellt, dass religiöse Personen weniger stark von depressiven Symptomatiken betroffen sind als nicht-religiöse. Es kann angenommen werden, dass dies vermutlich durch die von der religiösen Gruppe vermittelte Sicherheit geschieht.

Qualität der Gesellschaft
Mehr politische Partizipationsmöglichkeiten bzw. direkte Demokratie hebt das Lebensqualitätslevel durch die Möglichkeit politische Entscheidungen selber mitzubestimmen und durch die erhöhte Kontrollmöglichkeit der politischen Repräsentanten: „The more extensive the direct-participation possibilities of the citizens, the higher their self-reported life satisfaction“49, das ergaben Messungen – unabhängig vom Bildungs oder Wohlstandslevel von 6000 befragten Bürgern – zwischen den 26 verschiedenen Kantonen in der Schweiz, die unterschiedliche Level von direkter Demokratie aufweisen. In seinem Klassiker Kultureller Umbruch: Wertwandel in der westlichen Welt beschreibt Inglehard (1989, S. 59-60) auch über längere Zeitabstände (seit Ende des 19.Jh. bis zum Ende der 1980er Jahre) die Verbindungen von demokratischen Werten und der durchschnittlichen Lebenszufriedenheit. Dabei wird deutlich, dass umso früher demokratische Institutionen eingeführt wurden, umso höher fällt die mittlere Lebenszufriedenheit in den untersuchten Ländern aus.

Auch der Umweltschutz spielt eine Rolle: „Untersucht wurden Auswirkungen von Luft- und Wasserverschmutzung, von Lärmbelästigung und Klimaeffekten und in allen Fällen zeigte sich, dass Umweltbedingungen einen erheblichen Einfluss auf die Lebenszufriedenheit haben. Welsch (2006 und 2007) stellt überraschenderweise fest, dass die Feinstaubbelastung keinen Einfluss auf die Lebenszufriedenheit hat, die Belastung mit Blei und Stickstoffdioxid dagegen einen sehr deutlichen“50. Weitere Beweise dafür, dass sich Ozon und bedingt auch Kohlenstoffmonoxid negativ auf die Gesamtlebenszufriedenheit auswirken finden sich im SOEP51(http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.416307.de/diw_sp0541.pdf[/fn">http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.416307.de/diw_sp0541.pdf(http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.416307.de/diw_sp0541.pdf[/fn)]. Generell kann zudem davon ausgegangen werden, dass nicht nur aus stadtplanerischer Sicht Grünflächen als Naherholungsflächen gebraucht werden, sondern dass diese indirekt multiple Funktionen für die Menschen ausüben. „Students who can see greenery out their classroom windows do better than those who cannot. A hospital window with a green view similarly sees patients cured faster, and there are many other studies linking green spaces to better health, performance, and life satisfaction”52. Allein schon die Zahl der Park- und Grünflächen in der Lebens- und Arbeitsumgebung können sich folglich dauerhaft auf die Lebenszufriedenheit auswirken.

Egal ob man wenig oder eher viel verdient, für viele Menschen besteht ein negativer Zusammenhang zwischen der Gesamtlebenszufriedenheit und der Inflation, d.h. bei einer hohen Inflation sinkt die Lebenszufriedenheit, allerdings ist diese Maßzahl bei weitem nicht so ausschlaggebend wie die Arbeitslosenrate oder das Einkommen.

Starke finanzielle Ungleichheit führt zu gesellschaftlichen Folgeproblematiken. So heißt es in dem Bericht der Bertelsmann Stiftung über die Lebensverhältnisse in der OECD direkt zu Beginn: „„Soziale Gerechtigkeit“ ist eine zentrale Kategorie für die Legitimität und Stabilität eines jeden politischen Gemeinwesens“53(http://www.bertelsmann-stiftung.de/bst/de/media/xcms_bst_dms_33013_33014_2.pdf[/fn">http://www.bertelsmann-stiftung.de/bst/de/media/xcms_bst_dms_33013_33014_2.pdf(http://www.bertelsmann-stiftung.de/bst/de/media/xcms_bst_dms_33013_33014_2.pdf[/fn)]. Ähnlich schreiben es die Epidemiologen Pickett und Wilkinson: „Wenn wir mehr echte Lebensqualität wollen, dann dürfen wir nicht länger nur nach Wirtschaftswachstum und Wohlstand streben, sondern müssen uns Gedanken um die Verbesserung des psychischen und sozialen Wohlergehens unserer Gesellschaft insgesamt machen“54. In ihrem Buch beweisen die beiden Forscher statistisch, dass umso höher die Ungleichheit in einem Land ausfällt, umso wahrscheinlicher dieses Land mit einer vergleichsweise hohen Zahl an kriminellen Gewalttaten, Depressiven, Teenagerschwangerschaften, und weiteren gesellschaftlich negativen Auswirkungen zu kämpfen hat55. Auch Forschungen der OECD haben diese Ergebnisse in gleicher Weise geliefert: Je besser der soziale Zusammenhalt (Solidarität und Vertrauen) und je geringer die soziale Ungleichheit, desto weniger psychische Krankheiten, weniger Kindesmissbrauch, weniger Kriminalität und generell mehr Vertrauen unter den Menschen läßt sich feststellen56.

Des Weiteren spielen im Feld Qualität der Gesellschaft noch weitere Faktoren eine Rolle: Eine gute Inklusion von Migranten und Minderheiten und eine vergleichsweise gute Infrastruktur und Verwaltung können sich positiv auswirken, während sich Korruption negativ auf die individuelle Wahrnehmung der Gesellschaft auswirken kann.

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  • 3. Sex Differences in Neuroticism: A Quantitative Synthesis of Published Research; Australian and New Zealand Journal of Psychiatry - 21(4):Pages 501-506 - Informa Healthcare [Internet]. [citerad 2010 Jun 29];Available from: [
  • 4. Leiber, Theodor (2006): Glück, Moral und Liebe: Perspektiven der Lebenskunst. Würzburg: Verlag Königshausen und Neumann.
  • 5. Zurückgehend auf die Forschungen des Neurologen Richard Davidson und der Psychologen Ed Diener und Richard E. Lucas.
  • 6. Siehe auch Neurotizismus, was als die Bandbreite von Labilität bis Stabilität bezeichnet wird.
  • 7. Auch Ruut Veenhoven, der bekannte, niederländische Glücksforscher äußert sich kritisch bzgl. der unsicheren Ergebnisse der genetischen Forschungen über Glücksempfindungen (vgl. Veenhoven, 2009, S. 52/54). So beruft sich Veenhoven zur Untermauerung seiner Kritik auf seine Langzeit-Untersuchungen zusammen mit J.J. Ehrhardt und W.E. Saris aus dem Jahr 2000, die ergaben, dass geschätzt über die ganze Lebenszeit nur ca. 30 Prozent der Personen in ihrem anfänglich angegebenen Glücksempfindenslevel verharren bleiben. Bestimmte Lebensereignisse können langfristig und nachhaltig die Gesamtlebenszufriedenheit stärken oder schwächen, d.h. permanent verändern (bspw. eine Heirat, ein Unfall, etc.). Überdies kann schon rein logisch davon ausgegangen werden, dass das individuelle Glück nur gering von den Genen abhängt, denn wenn Glück hauptsächlich von der Genetik abhängen würde, dann müsste man es nicht mehr hinterfragen, erforschen oder messen, da es ja sowieso auf einem konstanten Level verharren würde.
  • 8. Pinzler, Petra (2011): Immer mehr ist nicht genug!: Vom Wachstumswahn zum Bruttosozialglück. München: Pantheon Verlag.
  • 9. Es wurde in zahlreichen empirischen Studien nachgewiesen (vgl. u.a. Veenhoven, 1984, S. 312), dass Menschen mit festen Zielsetzungen im Leben erfolgreicher wurden und auch glücklicher, da die Anstrengungen des Lebens im Kontext ihrer Zielpläne und Zukunftsvorstellungen einen Sinn ergeben haben und so nicht negativ als Probleme, sondern als positiv konnotierte Herausforderungen gesehen wurden. Dies funktioniert am Besten, wenn die Ziele, Erwartungen und Wünsche mit den Charaktereigenschaften, moralischen Ansichten bzw. Idealen und Handlungsmaximen des ausführenden Individuums voll übereinstimmen: Würde bspw. eine Ökoaktivistin und Umweltförderin von ihren Eltern eine millionenschwere Industrieanlage erben, würde das nicht gerade glücks- sondern eher konfliktfördernd wirken.
  • 10. Emmons, Robert A. (2003): Personal Goals, Life Meaning, and Virtue: Wellsprings of a Psoitive Life. S. 105 –128. In: Haidt, Jonathan / Keyes, Corey L.M. (Hrsg.) (2003): Flourishing: positive psychology and the life well-lived. Washington DC: American Psychology Association.
  • 11. Natürlich gibt es für jeden Menschen Ziele, doch (Lebens-)Ziele sind grundlegender und langzeitiger Art, andere Ziele wie ‚heute noch einkaufen gehen’ sind eher als banale und kurzfristige Ziele zu bezeichnen.
  • 12. Veenhoven, Ruut (1984): Conditions of Happiness. Dordrecht: D. Reidel Publishing Company.
  • 13. Mayring, Philipp (1991): Psychologie des Glücks. Stuttgart / u.a.: W. Kohlhammer Verlag.
  • 14. Messbar bspw. durch 11stufige Antwortskalen auf Fragen wie „Insgesamt bin ich zufrieden mit mir selbst“, Rosenbergskala genannt.
  • 15. Veenhoven Ruut (2009): How do we assess how happy we are? Tenets, implications and tenability of three theories. S. 45 – 69. In: Dutt, Amitava Krishna / Radcliff, Benjamin (Hrsg.) (2009): Happiness, Economics and Politics: Towards a Multi-Disciplinary Approach. Cheltenham / u.a.: Edward Elgar Publishing.
  • 16. Diener, Ed / Lucas, Richard E. (1999): Personality and Subjective Well-Being. S. 213 – 229. In: Kahneman,
    Daniel / Diener, Ed / Schwarz, Norbert (Hrsg.) (1999): Well-Being: The Foundations og Hedonic Psychology. New York: Russell Sage Verlag. Siehe auch: Argyle, Michael (2001): The Psychology of Happiness. 2te Auflage. London / u.a.: Routledge Verlag.
  • 17. Lane, Robert E. (2000): The Loss of Happiness in Market Democracies. New Haven: Yale University.
  • 18. Spellerberg, Annette (1996): Soziale Differenzierung durch Lebensstile: Eine empirische Untersuchung zur
    Lebensqualität in West- und Ostdeutschland. Berlin: Ed Sigma Verlag. Siehe auch: Diener, Ed / Seligman, Martin E.P. (2004): Beyond Money: Toward an Economy of Well-Being. S. 1 – 31. Psychological Science in the Public Interest: Volume 5—Number 1. Washington, DC: Association for Psychological Science. [
  • 19. Aus dem Verhältnis der Optimisten zu den Pessimisten kann geschlussfolgert werden, ob die momentanen Zufriedenheitswerte relativ stabil zu sein scheinen, oder aber eher labil und daher stabilisierungsbedürftig in politisch-gesellschaftlicher Hinsicht. Mit der Zeit verändern sich zwar die Gesamtzufriedenheitswerte kaum, aber innerhalb der Streuung der vielen Zufriedenheitsbewertungen verlagern sich oft besonders die Extremwerte (extrem positiv als auch extrem negativ) hin zu Mittelwerten und manche Mittelwerte – je nach den subjektiven Lebensumständen – hin zu zumeist kurzfristigen oder mittelfristigen Schwankungen nach oben oder unten auf der Zufriedenheitsskala.
  • 20. Ignorance of hedonic adaptation to hemodialysis: A study using ecological momentary assessment [Internet]. [citerad 2010 Jul 1];Available from: [
  • 21. Graham C. Happiness And Health: Lessons And Questions For Public Policy. Health Aff. 2008 Jan 1;27(1):72-87.
  • 22. Blanchflower DG, Oswald AJ. Is well-being U-shaped over the life cycle? Social Science & Medicine. 2008 Apr;66(8):1733-1749.
  • 23. Carstensen LL, m fl (2010) Emotional experience improves with age: Evidence based on over 10 years of experience sampling. Psychology and Aging
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  • 26. Van de Velde S, Bracke P, Levecque K, Meuleman B. Gender differences in depression in 25 European countries after eliminating measurement bias in the CES-D 8. Social Science Research. 2010 Maj;39(3):396-404.
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  • 41. Laut einer Studie von E. Diener und E. M. Suh von 1997 sind 37 % der sehr reichen Amerikaner unterdurchschnittlich glücklich (vgl. Argyle, 2001, S. 17).
  • 42. Dieses Ergebnis findet sich auch in diversen weiteren Forschungen, bspw. bei Bernard van Praag, C. Cheung, u.a. - Siehe auch: Glatzer, Wolfgang (1992): Lebensqualität und subjektives Wohlbefinden: Ergebnisse sozialwissenschaftlicher Untersuchungen. S. 49 – 85. In: Bellebaum, Alfred (Hrsg.) (1992): Glück und Zufriedenheit: Ein Symposium. Opladen: Westdeutscher Verlag.
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  • 48. Kosmin, Barry Alexander / Lachman, Seymour (1993): One nation under God: Religion in contemporary American society.
  • 49. Frey, Bruno S. / Stutzer, Alois / Benz, Matthias / Meier, Stephan / Luechinger, Simon / Benesch, Christine (2008): Happiness: A Revolution in Economics. Cambridge / u.a.: MIT Press.
  • 50. Weimann, Joachim / Knabe, Andreas / Schöb, Ronnie (2012): Geld macht doch glücklich: Wo die ökonomische Glücksforschung irrt. Stuttgart: Schäffer-Poeschel Verlag.
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  • 54. Pickett, Kate / Wilkinson, Richard (2009): Gleichheit ist Glück: Warum gerechtere Gesellschaften für alle besser sind. Berlin: Tolkemitt Verlag.
  • 55. Ähnlich schreibt es auch Vester (2001, S. 95): „Bei sozialer Gerechtigkeit geht es um die kulturellen Normen einer zumutbaren Lebensführung und um die Fragen der Verhältnismäßigkeit. Unverhältnismäßig ist, wenn zwar der ökonomische Lebensstandard >>nur<< relativ absinkt, aber der Preis dafür unabsehbar steigt, im Kontext ungewohnter Zumutungen an Belastung und Stress, Unsicherheit und Zukunftssorgen, Fremdbestimmung und autoritärer Bevormundung“. Siehe: Vester, Michael (2001): Von der Integration zur sozialen Destabilisierung: Das Sozialmodell der Bundesrepublik und seine Krise. S. 75 – 121. In: Leggewie, Claus / Münch, Richard (Hrsg.) (2001): Politik im 21. Jahrhundert. Frankfurt a.M.: Suhrkamp Verlag.
  • 56. Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) (2001): The Well-being of Nations: The Role of Human and Social Capital. Paris: Center for Educational Research and Innovation